Von Kurkuma bis Koriander – was ein gutes Curry ausmacht
Curry gehört zu den Gewürzen, die man sofort erkennt – und trotzdem kann es jedes Mal ganz anders schmecken. Mal ist es warm und mild, mal kräftig und würzig, mal leicht süßlich oder angenehm scharf. Der Grund dafür ist einfach: Curry ist kein einzelnes Gewürz, sondern eine Mischung verschiedener Gewürze. Und genau diese Vielfalt möchten wir Ihnen in unserer Curry-Woche näherbringen.
Neben unserem englischen und indischen Curry finden Sie deshalb in dieser Woche auch viele der einzelnen Gewürze im Angebot, aus denen Sie Ihre ganz persönliche Currymischung zusammenstellen können. Und wer Curry lieber direkt genießen möchte, entdeckt zwei besondere Fischspezialitäten aus Portugal.
Curry ist eigentlich gar kein einzelnes Gewürz
Wer Currypulver im Gewürzregal sieht, könnte zunächst meinen, Curry sei eine Pflanze wie beispielsweise Thymian, Rosmarin oder Koriander. Tatsächlich handelt es sich jedoch um eine Gewürzmischung, deren Zusammensetzung ganz unterschiedlich sein kann.
Typische Bestandteile sind Kurkuma, Koriander, Ingwer, Pfeffer, Paprika und weitere Gewürze. Je nachdem, welche Zutaten verwendet werden und in welchem Verhältnis sie miteinander vermischt werden, verändert sich auch der Charakter des Currys.
Das erklärt, warum eine Currymischung wunderbar mild und aromatisch sein kann, während eine andere deutlich kräftiger, erdiger oder schärfer schmeckt. Es gibt also nicht „das eine“ Curry.
Genau das macht dieses Gewürz so spannend in der Küche.
Englisches oder indisches Curry – wo liegt der Unterschied?
In unserer Curry-Woche stehen zwei fertige Mischungen besonders im Mittelpunkt: Curry englisch gemahlen und Curry indisch gemahlen.
Englische Currymischungen sind traditionell an den europäischen Geschmack angepasst und eignen sich wunderbar für eine unkomplizierte Alltagsküche. Sie können damit beispielsweise Reisgerichte, Gemüse, Geflügel, Suppen oder cremige Saucen würzen. Auch in einem Curry-Dip oder einer Sauce für gegrilltes Fleisch sorgt die Mischung schnell für das typische warme Curry-Aroma.
Das indische Curry gemahlen bringt wiederum einen anderen Gewürzcharakter mit und ist eine schöne Wahl für alle, die Curryaromen gerne etwas intensiver einsetzen. Es passt hervorragend zu Reis, Gemüse, Hülsenfrüchten, Fleisch und natürlich zu klassischen Currygerichten.
Am Ende entscheidet vor allem Ihr persönlicher Geschmack. Und wer sich nicht entscheiden möchte, kann beide Mischungen ausprobieren und vergleichen.
Stellen Sie Ihre eigene Currymischung her
Noch interessanter wird es, wenn Sie Curry nicht fertig verwenden, sondern selbst mischen. Dafür benötigen Sie keine außergewöhnlichen Zutaten – viele typische Currygewürze finden Sie während unserer Themenwoche direkt bei uns.
Eine gute Grundlage bilden Kurkuma gemahlen und Koriander gemahlen. Kurkuma sorgt für die charakteristische gelbe Farbe und bringt eine erdig-warme Note mit, während Koriander das Aroma abrundet.
Dazu können Ingwer gemahlen, schwarzer Pfeffer und Paprika edelsüß kommen. Ingwer bringt eine feine Würze, Pfeffer mehr Intensität und Paprika eine milde, leicht süßliche Komponente.
Auch Zwiebeln fein gemahlen passen hervorragend in eine selbst zusammengestellte Currymischung und geben ihr mehr Tiefe. Besonders spannend wird es schließlich mit einer kleinen Menge Zimtrinde Casiae gemahlen. Cassia-Zimt besitzt ein warmes, kräftiges Aroma und sollte eher zurückhaltend dosiert werden – schon wenig davon kann einer Mischung eine ganz neue Richtung geben.
Eine einfache Curry-Grundmischung für zu Hause
Probieren Sie beispielsweise folgende Mischung:
2 EL Kurkuma gemahlen,
2 EL Koriander gemahlen,
1 EL Paprika edelsüß gemahlen,
1 TL Ingwer gemahlen,
1 TL Zwiebeln fein gemahlen,
½ TL schwarzen Pfeffer gemahlen und
¼ bis ½ TL Zimtrinde Casiae gemahlen.
Vermischen Sie alles gründlich und bewahren Sie Ihre Mischung anschließend trocken und gut verschlossen auf.
Das ist bewusst nur eine Grundlage. Der eigentliche Spaß beginnt beim Verändern: Mögen Sie Ihr Curry würziger, erhöhen Sie beispielsweise den Anteil von Ingwer und Pfeffer. Soll es wärmer und aromatischer werden, können Sie vorsichtig etwas mehr Cassia-Zimt hinzufügen. Für eine mildere Mischung darf Paprika stärker in den Vordergrund treten.
So entsteht nach und nach Ihr ganz persönliches Haus-Curry.
Curry kann auch ganz unkompliziert sein
Dass Curry nicht immer ein aufwendiges Gericht mit vielen Zutaten bedeuten muss, zeigen zwei portugiesische Spezialitäten aus unserem Sortiment besonders schön.
Die Thunfisch-Filets in Olivenöl mit Curry von Santa Catarina verbinden hochwertige Thunfischfilets mit Olivenöl und einer aromatischen Currynote. Gerade die Kombination aus Fisch, Öl und Gewürzen zeigt, wie vielseitig Curry eingesetzt werden kann. Die Filets schmecken beispielsweise zu frischem Brot, zu Reis oder als Bestandteil eines unkomplizierten Salats.
Etwas kräftiger wird es bei den Makrelen-Filets in Olivenöl mit Curry und Chili von Manná. Hier trifft der charakteristische Geschmack der Makrele auf Curry und eine zusätzliche Chili-Würze. Eine interessante Kombination für alle, die es etwas intensiver mögen.
Beide Konserven zeigen gleichzeitig eine Seite der portugiesischen Küche, die besonders viel Freude macht: traditionelle Fischkonserven werden längst nicht nur klassisch mit Olivenöl oder Tomatensauce angeboten. Hersteller spielen mit Gewürzen und Aromen und schaffen damit immer wieder überraschende Kombinationen.
Curry weit über das klassische Currygericht hinaus
Ein gutes Currypulver muss keineswegs im Küchenschrank darauf warten, dass wieder einmal ein klassisches Curry gekocht wird. Schon eine kleine Menge kann vielen alltäglichen Gerichten einen neuen Charakter verleihen.
Probieren Sie Curry beispielsweise in einer Kürbis- oder Karottensuppe, zu Ofengemüse, in einer Marinade für Hähnchen, in einem Reisgericht oder in einer Sauce auf Joghurtbasis. Auch Kartoffeln harmonieren hervorragend damit. Selbst eine einfache Mayonnaise lässt sich mit etwas Curry, Zitronensaft und schwarzem Pfeffer schnell in einen würzigen Dip verwandeln.
Wer gerne experimentiert, kann außerdem einzelne Gewürze ergänzen. Etwas mehr Kurkuma, eine zusätzliche Prise Ingwer oder schwarzer Pfeffer verändern eine fertige Currymischung bereits spürbar.
Finden Sie Ihr persönliches Curry
Vielleicht ist genau das die schönste Erkenntnis unserer Curry-Woche: Es gibt keine einzige Mischung, die für jeden und jedes Gericht die richtige sein muss.
Sie können zum fertigen englischen oder indischen Curry greifen, eine der portugiesischen Fischspezialitäten mit Curry entdecken oder mit Kurkuma, Koriander, Ingwer, Zwiebel, Pfeffer, Paprika und Cassia-Zimt selbst kreativ werden.
Beginnen Sie mit kleinen Mengen, probieren Sie zwischendurch und verändern Sie das Verhältnis der Gewürze nach Ihrem Geschmack. Vielleicht entsteht dabei eine Mischung, die irgendwann ganz selbstverständlich neben Salz und Pfeffer in Ihrer Küche steht.
Denn manchmal braucht es gar kein kompliziertes Rezept – sondern nur ein paar gute Gewürze und die Lust, etwas Neues auszuprobieren.
